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Mama Burnout – Warum du trotzdem eine gute Mutter bist.

Vor Jahren sagte mein Vater eines Tages, dass er ausgebrannt sei. Er hätte ständig Herzrasen gehabt, war aber doch müde und antriebslos. Ein schlimmer Zustand, weil man ab einem gewissen Alter mit allem rechnet, aber nicht mit DIESEM EINEN. Immer mehr hörte man von diesen Leuten, die einfach nicht mehr zur Arbeit gekommen sind. „Ralf ist ausgebrannt… hat wohl kein Bock mehr auf den Kram hier! Der legt sich auf die faule Haut und wir müssen seinen Scheiß mitmachen!“ Aggressive Kollegen, Mobbing. Die Jobs machten gefühlt nirgendwo und niemandem mehr Spaß. Was ist bloß los mit der Welt. Ah ja – Volkskrankheit BurnOut!

Wenn ein Mensch mit seinen Aufgaben überfordert ist, wenn er Probleme im privaten Leben hat und diese einfach nicht abschütteln kann, geschwächt ist und verletzlich – weil er vielleicht jeden Tag Dinge macht, die ihm gar nicht liegen oder Spaß machen und man Tag für Tag unter Druck steht, weil man die Familie doch ernähren und das Haus abzahlen muss… ja, das kann einem dann ganz schön an die Nieren gehen! Oder auf die Nerven – oder eben einfach gesagt: Es nagt an der Psyche. Man möchte alles richtig machen, aber eigentlich auch nur das tun, was andere von einem verlangen. Hallo Teufelskreis. Willkommen in der Welt der Dämonen.

Vor 5 Jahren habe ich meine wundervolle Tochter zur Welt gebracht. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch in einer Agentur angestellt und habe viel Verantwortung gehabt. Die Elternzeit habe ich genossen. Ich habe ein so tolles Kind. Das erste Jahr als Mutter war bis auf einige wenige Tage sorglos und voller Liebe und Glück. Bis zu dem Tag, als ich mich dazu entschieden habe den Weg als alleinerziehende Mama weiterzugehen. Gründe. Tatsachen. Eine andere Geschichte, die – mag ja sein – auch etwas hiermit zu tun hat, aber vielleicht einen extra Post verdient. Die Maus war 1 Jahr alt und ich beschloss allein weiterzumachen. Ich entschied meinen sicheren Job aufzugeben und ein eigenes Business aufzubauen. Wow. Ich war so stark und mutig und ich habe es geschafft. Die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe viel investiert und hatte zeitweise nichts. Es gab gute Monate und schlechte Monate, aber ich habe nie aufgeben – weil es sich keinen Tag danach angefühlt hat, darüber nachdenken zu müssen. Immer wieder sagt ich diesen Satz: „Alles kam auf einmal. Alleinerziehend, selbstständig gemacht, Atelier eröffnet und ausgezogen. Und das alles in 2 Monaten!“ Irgendwie so, als würde ich mich schulterklopfend neben mich stellen. Erstaunen und Hochachtung und auch Kopfschütteln trafen da aufeinander. Ich ging mit dem Kopf durch die Wand und hab mich nach so langer Zeit wieder frei gefühlt. Von Tag zu Tag bin ich mutiger und sicherer geworden. Ich hab die schlechten Dinge missachtet und die Guten auf ein kleines Häufchen gelegt und zugesehen, wie sie gewachsen sind. Wahnsinnig tolles Gefühl. Nur heute sieht das irgendwie anders aus. Ich wollte dieses alte Gefühl zurück. Nur den Blick für Positives offen zu haben. Diese Energie, die ich als Löwenmutter hatte, war aufgebraucht. Der Glanz war verschwunden und ich war oft traurig. Ich hinterfragte alles und jeden. Ich hatte Zukunftsängste und verlor manchmal sogar den Glauben an mich selbst. Selbstzweifel. Panik. Verzweiflung. Und dann stand man manchmal auf und alles war gut. Hallo Achterbahn. Kräftezehrend ist das. Ich weiß! Himmelhoch jauchzend bis hin zu zu Tode betrübt. Man sucht Auswege oder hat schon aufgeben welche zu suchen. Dabei vergisst man sich selbst oder auch mal das Umfeld – oder andere wiederum, stürzen sich in etwas um sich abzulenken oder weil sie die Lage nicht wahr haben wollen – jeder auf seine Art.

Dabei sollte man eines wissen: Wir leben auf Säulen. Schonmal gehört? Familie. Gesundheit. Job. Wenn eine Säule wackelt, kannst du trotzdem wunderbar auf den beiden anderen stehen und dich daran festklammern. Beispiel: Im Job läuft es nicht – du hast Ärger mit deinem Chef oder dem Lieferanten und du regst dich ständig auf. Hast Bauchweh und möchtest am liebsten Urlaub! Ok? Kennen wir alle! Zuhause ist alles prima, deine Familie steht hinter dir und du fühlst dich verstanden und geborgen. Ein toller und für mich wohl einer der schönsten und wichtigsten Elemente. Gut, dass du gesund bist und dich wohl in deinem Körper fühlst, denn die beiden letzt genannten SÄULEN sind momentan dein Halt und dein Lebenselixier. Stellt dir vor, das ist nicht so. Stell dir vor du hast im Job Ärger und bist auch noch zusätzlich geschwächt, weil du vielleicht schon über Wochen Schlafstörungen hast oder weil dich Migräne zur Verzweiflung treibt. Meinst du, dass du das dann immer noch so gut wegstecken kannst? Eher schwer! Deswegen ist es wichtig darauf zu achten, dass deine Säulen immer schön fest verankert sind und dich und deine Seele stützen und beschützen.

Warum ich das schreibe? Offenbarung. Denn meine Säulen waren nämlich eines Tages gar nicht mehr vorhanden. So fühlte ich mich zumindest. Mir kann keiner verübeln, dass ich an diesem Punkt wirklich keinen anderen Ausweg mehr wusste, als in Selbstzweifel zu verfallen. „Warum ich?“ „Womit habe ich das verdient?“ „War es vielleicht doch nicht richtig?“ „Hätte ich lieber bleiben sollen?“ Nein verdammt! Ich habe alles richtig gemacht. Und auch jetzt mache ich alles richtig, weil ich es nun mal so mache, wie ich es mache. Und wenn ich einen Fehler mache, den ich selbst auch einsehe, dann lerne ich daraus und mache es beim nächsten mal anders. Abgehakt. Weitermachen.

 

 

Gute Einstellung, Anna. Bravo! Warum geht es dir denn dann so schlecht? Ich sag es euch. Ich stand kurz vor dem BurnOut. Das Mami BurnOut. Man will die perfekte Mutter sein und auf einmal kannst du einfach nicht mehr. Du bist schwach und antriebslos und sitzt nachts vor dem PC, weil du es am Tag nicht mehr schaffst. Wieder piept die Waschmaschine und die Spülmaschine ist schon wieder voll. Dir fällt zum 3 Mal in dieser Woche ein Glas aus der Hand, weil du unkonzentriert bist. Du hast schon wieder das Brot für die Kita vergessen und gibst deiner Tochter Cracker mit. Sie strahlt dich trotzdem an und du fängst an zu weinen, weil du es nicht zurückgeben kannst. Das Problem ist nur, dass das Mama-Dasein ein 24/7 Job ist – da gibt es weder Urlaub noch eine Krankmeldung. Du hast Schuldgefühle, weil du keine gute Mutter sein kannst, weil du gerade krank, traurig und niedergeschlagen bist. Und genau da beginnt dieser Strudel, in den du dich reinziehen lässt. Der dich vergräbt und dir die Luft zum Atmen nimmt. Frage dich in diesem Moment mal, wer entscheidet, dass du keine gute Mutter bist? Wo steht geschrieben, dass es so sein soll? Hast Du in so einem Moment mal gefragt, was dein Kind dazu sagt? Hast du deinem Kind schon gesagt, dass es dir gerade nicht gut geht und es nichts mit ihm zu tun hat? Merkst du wo das Problem liegt? Die Erwartung anderer, das Bild einer perfekten Mutter – es ist wie das Cover der TV Spielfilm. Da ist eine absolut retuschierte und voll gestylte Frau, die das perfekte Bild einer perfekten Frau abgeben soll. So musst du aussehen! Dann bist du schön und perfekt! Das haben wir doch schon lange kapiert! Oder? Dass ein Fitnessmodel nicht die Realität ist und bei GNTM nur 16 Jährige Mädels durchs Bild hüpfen – ich glaube, damit sollte sich keiner vergleichen. Wo steht denn dann geschrieben, wie man die perfekte Mami ist? Sind es die Mütter, die morgens neben dir in der Kita erzählen, was ihr tolles Kind schon wieder neues gelernt hat oder sind es die Übermütter, die sich einfach nichts anmerken lassen und ihr Leben aufgeben haben um Hausfrau und Mutter zu sein? Und selbst wenn – lass’ sie doch. Denn hinter der Fassade geht es denen sicher genau so, wie uns.

Der Knackpunkt ist doch dieser: die Erwartung anderer kannst du nicht erfüllen und wenn du das Bild der Perfect Mum nicht selbst bestimmst, so wie du auch dein eigenes perfektes Ich selbst definierst, dann wirst du dir immer Vorbilder und Richtlinien wo anders suchen. Das wird dich früher oder später krank machen. Wenn man sich ständig mit anderen vergleicht und sich irgendwann täglich negativ bewertet anstatt zu sagen „JA! Heute bin ich müde und kaputt und ich habe keine Lust und ich suche mir heute die Unterstützung, die ich brauche – sei es beim Papa oder der Oma oder einer Freundin… ich liebe meine Familie und meine Familie liebt mich .“ Dann wirst du, wie jeder Arbeiter im BurnOut Keller eingesperrt sein, weil DU dich selbst dahin gebracht hast. DU entscheidest deinen Weg, nicht andere. Wie in jeder, aber auch jeder Lebenslage. Es gibt kein: „Du hast mich dahin getrieben!“ Das gibt es einfach nicht. Das ist nur der eine einfache Weg. Gib niemals anderen die Schuld, damit du dich besser fühlst.

Puh, harter Tobak. Schon wieder kam die Keule um die Ecke und hat dich auf einmal ganz unerwartet umgehauen. Du armes Ding. Aber Hand aufs Herz, hatte ich Recht? Hast du dich ein kleines bisschen wiedererkannt? Sehr gut. Willkommen in meiner Welt – Willkommen in der Welt der #badmoms. Diese Welt, der Mütter, die es akzeptieren nicht immer perfekt zu sein – nicht in die Form passen und individuell sind. Du wirst schnell merken, dass du dich mit diesem Orden bald sehr viel besser fühlst und stolz darauf bist. Du wirst dich leichter fühlen und mehr Liebe in dir haben, als je zuvor, weil du dir ab jetzt die Zeit dafür nimmst all die positiven Dinge zu sehen und dein kleines Häufchen voller positiven Momente wachsen lässt und die negativen Dinge einfach akzeptierst. Du wirst dir Zeit nehmen mehr zu lieben, als Erwartungen zu erfüllen. Du wirst eines Tages sagen, dass du für dich und deine Familie die perfekte Mama bist, weil du bist, wie du bist und weil es gut ist, wie es ist. Deine Kinder lieben dich, und das darfst du niemals vergessen.

 

Um den schweren Teil jetzt einfach abzuhaken, können wir jetzt anfangen das ganze mit Humor zu sehen. Wisch dir das Tränchen weg, was dir gerade über die Wange läuft und richte dich mal wieder auf. Das ist der perfekte Zeitpunkt (und das bestimme ich jetzt einfach) um mal was für dich zu tun. Lass’ einfach alles stehen und liegen und ordne dich neu. Du wirst danach motiviert sein – glaub mir. Räum die Spielsachen ins Kinderzimmer und nimm’ dir eine Sache vor, die du schon immer Mal im Haus machen wolltest. Ordne dein Umfeld, dann wirst du auch aufgeräumter im Kopf sein. Schreib’ dir eine To-Do Liste und arbeite sie ab. Jeden Tag eine kleine Sache oder auch mal zwei. Du wirst stolz auf dich sein. Wenn Du heute dein Kind vom Kindergarten holst oder du es morgen weckst, nimmst du es einfach mal in den Arm – erinnere dich an den Moment, als du es das erste Mal im Arm hattest und sag ihm einfach mal was du fühlst.

„Du bist das beste Kind der Welt. Ich möchte dich niemals eintauschen – ich liebe dich sehr!“

LOVE. Anna

ps. Hebammen und Ärzte berichten, dass oft auch ein Mangel an Mineralstoffen der Grund für depressive Verstimmungen ist. Gerade nach einer Schwangerschaft und dem ersten Jahr durchlaufen wir Mamas eine unheimliche große Veränderung. Stillen, Schlafmangel – unterschätzt nicht, was Ihr da leistet. Lasst Euch einfach mal durchchecken. IHR SEID WICHTIG.

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